Irans Außenminister distanziert sich von Leugnung des Holocausts

Der neue iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat sich von der Leugnung des Holocausts durch den früheren Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad distanziert. Das sei nur dessen persönliche Meinung gewesen, deutete Sarif im Kurzmitteilungsdienst Twitter an.

Irans Außenminister distanziert sich von Leugnung des Holocausts
Peter_Foley Irans Außenminister distanziert sich von Leugnung des Holocausts

«Iran hat das nie geleugnet. Der Mann, der das tat, ist nun abgetreten. Frohes neues Jahr». Später wurde der Eintrag leicht geändert: «Der Mann, dem nachgesagt wurde, dass er das leugnet, ist nun abgetreten. Frohes neues Jahr».

Sarif antwortete damit der amerikanischen Autorin Christine Pelosi. Die Tochter der demokratischen Minderheitsführerin im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, hatte auf Sarifs zuvor gesendeten Gruß zum jüdischen Neujahrsfest geantwortet, das neue Jahr wäre noch schöner, wenn die Leugnung des Holocaustes beendet würde.

Die Antwort Sarifs erscheint als Teil einer Offensive der iranischen Regierung unter dem als moderat bezeichneten neuen Präsidenten Hassan Ruhani, die Beziehungen zum Westen und zu Israel zu verbessern.

Zuvor war schon von einem halboffiziellen Twitter-Konto unter Ruhanis Namen «allen Juden» ein gesegnetes neues Jahr gewünscht worden. Der Iran und Israel stehen sich ansonsten nicht nur im Streit um Teherans Atomprogramm unversöhnlich gegenüber.