Irans oberster Führer segnet neuen Atomkurs ab

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat Präsident Hassan Ruhani gegen alle Kritik an seinem neuen Kurs in den Atomgesprächen mit dem Westen verteidigt.

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«Das Verhandlungsteam hat eine schwierige Mission vor sich, und keiner sollte seine Arbeit schwächen oder gar als Konzession abstempeln», sagte Chamenei laut der Nachrichtenagentur ISNA.

Ruhani hat in den Atomgesprächen einen flexibleren Kurs als sein Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad in Aussicht gestellt. Der als moderat geltende Politiker muss sich deshalb der Kritik von Konservativen erwehren. Dies bezeichneten beispielsweise Ruhanis Telefongespräch mit US-Präsident Barack Obama als «diplomatischen Ausverkauf».

«Falls diese Verhandlungen zu einem Ergebnis führen sollten, dann umso besser, falls nicht, dann heißt es, dass das Land wieder auf seinen eigenen Füßen stehen sollte», fügte Chamenei hinzu.

Der Ajatollah hat laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen, darunter auch in den Atomverhandlungen. Ruhani hat mehrmals bekräftigt, dass er mit dem Segen von Chamenei die Verhandlungen führe. Das nächste Atomtreffen mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland ist für den 7. November in Genf geplant.