IS-Extremisten zwei Kilometer vor nordsyrischer Stadt Kobane

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rückt im Norden Syriens immer näher an die kurdische Stadt Kobane (Arabisch: Ain al-Arab) heran. Die Extremisten seien nur noch zwei Kilometer von Kobane entfernt, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Zwischen den Stellungen der beiden Seiten liege nur noch ein freies Feld. «Die Kämpfer können sich sehen», sagte der Leiter der Menschenrechtsbeobachter, Rami Abdel Rahman.

Die IS-Extremisten versuchen seit Tagen, Kobane einzunehmen. Sie kontrollieren bereits Dutzende Dörfer im Umland der Stadt. Die Orte liegen an der türkischen Grenze in einer Enklave, die bislang von kurdischen Volksschutzeinheiten kontrolliert wird.

Im Norden des Iraks eroberten kurdische Einheiten zehn Dörfer vom IS zurück. Die Orte liegen an der Grenze zu Syrien nordwestlich der IS-Hochburg Mossul, wie es aus den Reihen der kurdischen Peschmerga hieß.

Nach Angaben der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw nahmen die Peschmerga auch den Grenzort Rabia ein. Die IS-Kämpfer seien Richtung Syrien abgezogen.

Unterstützt von US-Luftangriffen hatten die kurdischen Einheiten am Dienstagmorgen in mehreren nordirakischen Gebieten Angriffe auf die Extremisten begonnen. Dabei setzen sie schwere Waffen ein, die ihnen aus dem Ausland geliefert worden waren.

Auch südlich der Stadt Kirkuk konnten die Kurden nach eigenen Angaben zwei Dörfer einnehmen. Der IS beherrscht im Norden und Westen des Iraks riesige Gebiete.