IS-Kämpfer hissen Flagge östlich des Stadtrandes von Kobane

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben nach kurdischen Angaben ein erstes Haus am östlichen Rand der umkämpften syrischen Stadt Kobane erreicht.

IS-Kämpfer hissen Flagge östlich des Stadtrandes von Kobane
Sedat Suna IS-Kämpfer hissen Flagge östlich des Stadtrandes von Kobane

Dort hätten sie auch ihre charakteristische schwarze Flagge gehisst, sagte Anwar Muslim, der Chef der selbst ernannten Regionalregierung von Kobane (arabisch: Ain al-Arab) der Nachrichtenagentur dpa.

Bei dem Haus handele es sich um ein einzelnes Gehöft östlich der kurdischen Enklave. Das Gehöft liege rund einen Kilometer von der Stadt entfernt. Die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) würden einen Gegenangriff starten, um die IS-Kämpfer von einem weiteren Vorrücken abzuhalten. Auch auf dem südlich von Kobane gelegenen Mischanur-Hügel gebe es schwere Gefechte.

Der Hügel ist ein strategisch wichtige Erhebung, von der sich die kurdische Enklave überblicken lässt. Die IS-Miliz versucht seit dem Wochenende den Hügel einzunehmen, kurdische YPG-Einheiten verteidigen jedoch die der Stadt zugewandte Nordseite. Auch von Südosten und Südwesten greifen die Extremisten immer wieder die Stadt an.

Die IS-Dschihadisten hatten vor knapp drei Wochen mehr als 300 Dörfer im Umland von Kobane eingenommen, mehr als 160 000 vor allem kurdische Syrer flüchteten nach Angaben der türkischen Regierung in die Türkei. Die YPG hat seither rund 5000 Kämpfer in der Stadt zusammengezogen, um sie gegen die Dschihadisten zu halten.