Islamist für Zerstörung von Heiligtümern in Mali vor Weltstrafgericht

Ein mutmaßlicher Islamist aus Mali ist wegen der Zerstörung historischer Kulturgüter in Timbuktu dem Weltstrafgericht in Den Haag überstellt worden. Er soll als führendes Mitglied der Rebellengruppe Ansar Dine zehn Heiligengräber und eine Moschee zerstört haben, teilte der Internationale Strafgerichtshof mit. Die Heiligtümer gehörten zum Unesco-Weltkulturerbe. Es ist das erste Mal, dass das Gericht die Zerstörung von Kulturgütern verfolgt. Die Taten seien schwere Kriegsverbrechen, so Chefanklägerin Fatou Bensouda.