Israel verurteilt «schlechtes Abkommen»

Israel hat das in Genf erzielte Abkommen mit dem Iran als ungenügend verurteilt. Außenminister Avigdor Lieberman sagte der israelischen Nachrichtenseite ynet am Sonntag, es handele sich um «den größten diplomatischen Sieg des Irans in den letzten Jahren».

Israel verurteilt «schlechtes Abkommen»
Debbie Hill / Pool Israel verurteilt «schlechtes Abkommen»

Es sei klar, dass die Vereinbarung es Teheran erlaube, weiter Uran anzureichern. Dies werde das Wettrüsten in der Region anheizen. «Die Iraner haben letztlich einen Preis bekommen», sagte Lieberman.

«Die im letzten Moment aufgenommenen Veränderungen sind unbefriedigend, das Abkommen war und bleibt schlecht», sagte auch Israels Geheimdienstminister Juval Steinitz. Das Übergangsabkommen der Außenminister der UN-Vetomächte sowie Deutschlands mit Teheran werde ein Dauerabkommen erschweren.

Steinitz warf dem Iran vor, es führe den Westen in die Irre und dieser mache sich selbst etwas vor. «Trotz der Enttäuschung werden wir weiter auf unseren Positionen beharren und mit unseren Freunden in den USA und auf der ganzen Welt zusammmenarbeiten, um ein umfassendes Abkommen zu erzielen», sagte Steinitz nach diesen Angaben. Israel befürchtet, dass Teheran auch nach einer Einigung weiter danach streben könnte, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen.