IW-Forscher senken Wachstumsprognosen für deutsche Wirtschaft

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland für dieses und nächstes Jahr nach unten korrigiert.

IW-Forscher senken Wachstumsprognosen für deutsche Wirtschaft
Julian Stratenschulte IW-Forscher senken Wachstumsprognosen für deutsche Wirtschaft

Für 2014 erwartet das arbeitgebernahe IW nur noch ein Plus von knapp 1,5 Prozent und für 2015 einen Zuwachs von ebenfalls gut 1,5 Prozent. Das bedeutet einen Rückgang um jeweils knapp einen halben Prozentpunkt gegenüber den Erwartungen vom Frühjahr.

Als Gründe nannten die Wirtschaftsforscher am Montag die Krisen in Osteuropa und im arabischen Raum sowie die schwächere Weltwirtschaft. Zuvor hatten auch andere Ökonomen ihre Prognosen bereits nach unten revidiert.

Aus Sicht des IW wird die Zahl der Erwerbstätigen dennoch weiter zunehmen, und zwar um 300 000 in diesem Jahr und um rund 270 000 im nächsten Jahr. Die Arbeitslosen profitierten davon wegen zunehmender Vermittlungsprobleme aber kaum. Ihre Zahl werde 2015 bei durchschnittlich 2,9 Millionen verharren.

Als problematisch nannte das Institut die schleppende Erholung bei den Ausrüstungsinvestitionen. Diese dürften 2014 um fast vier und 2015 um knapp drei Prozent zulegen: «Obwohl die Finanzierungsbedingungen für Investitionen nach wie vor sehr gut sind, zeigen sich die Unternehmen zurückhaltend, weil sich ihre Geschäftserwartungen seit Beginn dieses Jahres spürbar eingetrübt haben.»