IWH hebt Konjunkturprognose an

Die gute Verbraucherstimmung und Investitionen in den Wohnungsbau treiben die deutsche Konjunktur nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) stärker an als bislang erwartet.

IWH hebt Konjunkturprognose an
Nikolai Huland IWH hebt Konjunkturprognose an

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde dieses Jahr um real 1,8 Prozent steigen, teilte das Institut in seiner neuen Prognose am Donnerstag mit. Im Frühjahr war das Institut noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Für das Jahr 2017 erhöhten die Forscher ihren Ausblick von 1,4 auf 1,6 Prozent. Die Deutsche Bundesbank hatte vergangene Woche eine etwas niedrigere Prognose vorgelegt: 1,7 Prozent für das laufende Jahr und 1,4 Prozent für das kommende Jahr

«Der anhaltende Beschäftigungsaufbau führt zu spürbaren Einkommenssteigerungen, und der Fall der Energiepreise hat die Kaufkraft der privaten Haushalte deutlich erhöht», erklärten die Forscher. Der Wohnungsbau werde zudem noch von den niedrigen Zinsen beflügelt. Schwach bleibe derzeit allerdings die internationale Konjunktur. «Ein weiteres Nachlassen des Welthandels im Jahresverlauf 2016 und im Jahr 2017 würde die exportorientierte deutsche Wirtschaft erheblich beeinträchtigen», warnte das IWH.