Jahresstart mit Euroleague-Knüller: Barcelona bei ALBA

Für den Euroleague-Knaller gegen Titelanwärter FC Barcelona verzichteten die Basketballer von ALBA Berlin gern auf ein ausschweifendes Silvester-Vergnügen.

Jahresstart mit Euroleague-Knüller: Barcelona bei ALBA
David Ebener Jahresstart mit Euroleague-Knüller: Barcelona bei ALBA

«Ich mache heute nicht mehr viel. Gleich geht's nach Hause und dort werde ich chillen», sagte Kapitän Alex King nach 82:56-Pflichterfolg des Bundesliga-Ersten gegen den Mitteldeutschen BC kurz vor dem Jahreswechsel. Schon am Freitag wartet beim Zwischenrunden-Auftakt auf europäischem Parkett im 18-maligen spanischen Meister ein deutlich größeres Kaliber auf die Berliner.

Die ALBA-Profis fühlen sich vor dem Duell mit Barcelona indes sehr wohl in der Rolle des Außenseiters. «Natürlich gehen wir da als totaler Underdog rein», sagte Nationalspieler Niels Giffey. Auch Trainer Sasa Obradovic sieht die Katalanen als scheinbar übermächtigen Favoriten. «Auch wenn sie mit vielen Verletzungen zu kämpfen haben, sind sie noch immer eine der vier besten Mannschaften in Europa», sagte der Coach.

Doch auch Barca mit dem deutschen National-Center Tibor Pleiss ist schlagbar: Zuletzt verloren die Katalanen zwei Auswärtsspiele in der renommierten spanischen Liga gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Obradovic aber warnt: «In der Liga können sie Fehler ausgleichen, in der Euroleague nicht. Deshalb werden sie mit derselben Einstellung antreten, wie bei ihrem Sieg über Real Madrid am vergangenen Wochenende. Das war unglaublich guter Basketball.»

Immerhin kann ALBA wieder auf Allstar Jamel McLean bauen, der zuletzt wegen eines Magen-Darm-Virus aussetzen musste. «Er wird bereit sein», versicherte Obradovic. So wird ALBAs Nachwuchscenter Martin Seiferth, der gegen den MBC nach monatelanger Verletzungspause sein Pflichtspiel-Debüt gegeben hatte, aller Voraussicht nach wieder auf der Tribüne sitzen.

Neben Barcelona treffen die Berliner in ihrer Zwischenrunden-Gruppe auf die europäischen Spitzenteams Real Madrid, Zalgiris Kaunas, Galatasaray Istanbul, Roter Stern Belgrad, Panathinaikos Athen und Maccabi Tel Aviv. Die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich für die Playoffs zum Finalturnier.

Die Albatrosse sind stolz darauf, noch immer in der Königsklasse vertreten zu sein. Doch die Teilnahme am Top-16 birgt auch ihre Tücken: Vor zwei Jahren zollten die Berliner dem kraftraubenden Modus Tribut, als sie von den 14 zusätzlichen Spielen völlig entkräftet im Bundesliga-Viertelfinale dem FC Bayern 0:3 unterlagen.