James Bond geht in «Spectre» auf Schurkenjagd

Christoph Waltz wird im nächsten James-Bond-Film «Spectre» den Schurken spielen. Neben dem 58 Jahre alten Oscar-Preisträger Waltz («Inglourious Basterds») als Bösewicht Oberhauser und Daniel Craig (46) als Geheimagent 007 ist die französische Schauspielerin Léa Seydoux (29, «Grand Budapest Hotel») als Bond-Girl zu sehen.

James Bond geht in «Spectre» auf Schurkenjagd
Facundo Arrizabalaga James Bond geht in «Spectre» auf Schurkenjagd

Die zweite weibliche Hauptrolle wird Monica Bellucci (50, «Matrix Reloaded») übernehmen. Das gaben Regisseur Sam Mendes und Produzentin Barbara Broccoli am Donnerstag in den Londoner Pinewood-Studios bekannt. Im Bond-Universum steht das Wort «Spectre» für die Abkürzung einer mächtigen globalen Verbrecher-Organisation.

Hauptdarsteller Craig kündigte an, dass «Spectre» in Teilen eine Fortsetzung des Erfolgsfilmes «Skyfall» von 2012 werden wird. «Wir haben etwas angefangen, was noch nicht zu Ende ist, jetzt machen wir die Fortsetzung», sagte der Schauspieler, der nach eigenen Angaben erst am Donnerstagmorgen des Drehbuch gelesen hatte. Für Daniel Craig ist es das vierte Abenteuer als Geheimagent. Zu einem weiteren Film hat sich der 46 Jahre alte Brite bereits vertraglich verpflichtet.

«Spectre» soll im Oktober 2015 in die Kinos kommen. Es ist das 24. Abenteuer der erfolgreichsten Agentenreihe in der Filmgeschichte. Für Regisseur Mendes ist es nach dem erfolgreichen «Skyfall» von 2012 der zweite Bond in Folge. «Mein Gefühl ist, «Skyfall» war ein noch nicht zu Ende geführtes Geschäft», sagte Regisseur Sam Mendes.

Als «Miss Moneypenny» wird erneut Naomie Harris zweideutige Dialoge mit dem Agenten im Vorzimmer von «M» führen. Gerüchte, wonach Oscar-Preisträgerin Penélope Cruz mit 40 Jahren als das älteste Bond-Girl in die Geschichte der Agenten-Reihe eingehen könnte, bewahrheiteten sich indes nicht.

Schauspieler, Regisseur und Produktionsteam taten am Donnerstag fast alles, um nicht zu viel von der Handlung des neuen «Bond» zu verraten. Besonders Waltz gab sich zugeknöpft. Was ihn besonders an dem neuen Bond fasziniere, wurde er gefragt. «Das Auto», antwortete der gebürtige Wiener wortkarg. «Das Auto ist unglaublich», sagte er über den Austin Martin, den Bond in dem Film fahren wird.

Gedreht wird unter anderem im Schnee des österreichischen Skiortes Sölden, in Rom, Mexiko, Marokko und natürlich am Sitz des Geheimdienst-Hauptquartiers in London. Die Kameras sollen bereis von Montag an laufen. Der Filmstart ist für Herbst 2015 anvisiert.

Das neue Werk soll aber auch auf ältere Bond-Streifen Bezug nehmen, wie der Regisseur andeutete. Schon der Titel gibt einen Hinweis darauf. SPECTRE (Special Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge and Extortion) ist der Name der Terror-Organisation, die vom Superschurken Ernest Stavro Blofeld angeführt wird und schon im ersten Film der Agentenreihe «James Bond – 007 jagt Dr. No» (1962) erwähnt wird. SPECTRE kommt danach noch in vielen weiteren Filmen mehr oder weniger prominent vor. Ob es erneut einen Blofeld geben wird, ließ Mendes offen. Das englische Wort «Spectre» an sich hat keine eindeutige deutsche Übersetzung, es kann «Schreckgespenst», «Phantom», aber auch «Spektrum» heißen.

Bei der männlichen Crew um Bond greift das Produzenten-Duo Michael G. Wilson und Barbara Broccoli auf die aus «Skyfall» bekannten Gesichter zurück: Ralph Fiennes als Geheimdienstchef «M» und Ben Whishaw («Das Parfüm») als Bastler und Quartiermeister «Q».