Japan geht auf tätowierte Touristen zu

Ausländische Touristen mit Tattoos haben es in Japan bisweilen schwer. Die Körperverzierungen werden traditionell mit der Yakuza, der japanischen Mafia, assoziiert - die Gangster tragen Tattoos meist auf dem ganzen Körper.

Viele Badehäuser verweigern tätowierten Gästen den Zutritt, doch die Tourismusbehörde will das jetzt ändern. Wie die Zeitung «Yomiuri Shimbun» kürzlich meldete, schlägt die Behörde den Badehaus-Betreibern vor, Gäste mit Tattoos zu bitten, diese mit Aufklebern abzudecken - um Konflikte zu vermeiden. Eine weitere Idee sei, Tätowierte zu Zeiten Einlass zu gewähren, in denen üblicherweise nicht so viele Familien ins Bad gehen. Hintergrund des Vorstoßes ist die stark steigende Zahl an Touristen, die viel Geld ins Land der aufgehenden Sonne bringen.