«Japans Liebe zum Impressionismus» in Bonn

Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt 90 Werke französischer Impressionisten aus japanischen Sammlungen, die bisher noch nie in Europa zu sehen waren.

«Japans Liebe zum Impressionismus» in Bonn
Rolf Vennenbernd «Japans Liebe zum Impressionismus» in Bonn

Unter dem Titel «Japans Liebe zum Impressionismus» vereint die Ausstellung von diesem Donnerstag (8. Oktober) bis zum 21. Februar 2016 Werke von Monet, Manet, Cezanne, Gauguin, Pissarro, Renoir, Sisley, van Gogh und anderen Meistern.

Es «würde wohl niemand auf die Idee kommen, dass außerhalb des
Abendlandes derart umfangreiche und exzellente Sammlungen mit Kunstwerken aus jener Epoche existieren», meint der Kunsthistoriker Atsushi Miura von der Universität Tokio. Dies sei wirklich nur Experten bekannt, aber jetzt könne man sich in Bonn selbst davon überzeugen.

Japanische Industrielle gehörten um 1900 zu den eifrigsten Sammlern französischer Impressionisten, die selbst stark von japanischer Kunst beeinflusst waren. Der japanische Geschäftsmann Kojiro Matsukata war sogar eng mit Claude Monet befreundet. Die Werke der europäischen Künstler inspirierten wiederum japanische Maler. «Der kulturelle und künstlerische Dialog trug Früchte in beide Richtungen, nach Osten wie nach Westen», betont der Intendant der Bundeskunsthalle, Rein Wolfs.