Japans Regierung legt Wachstumsstragie vor: Märkte enttäuscht

Der neue japanische Ministerpräsident Shinzo Abe will seinem Land mit einer von Reihe Reformen und Wirtschaftssonderzonen zu langfristigem Wachstum verhelfen.

Japans Regierung legt Wachstumsstragie vor: Märkte enttäuscht
Franck Robichon

Eine «Explosion» der Energie des Privatsektors sei das Schlüsselwort, sagte Abe bei der Vorstellung seiner «Wachstumsstrategie». So soll das Verbot des Internet-Handels von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten vollständig aufgehoben werden.

Die Finanzmärkte reagierten jedoch enttäuscht: Der Nikkei-Index an Tokios Börse stürzte auf den tiefsten Stand seit rund zwei Monaten. Das Börsenbarometer für 225 führende Werte sackte drastisch um 518,89 Punkte oder 3,83 Prozent auf 13 014,87 Punkte.

Abes «Wachstumsstrategie» ist sein «dritter Pfeiler», mit der er die Wirtschaft gesunden und die jahrelange Deflation beenden will. Mit den ersten beiden - einer aggressiven Ausweitung der Geldmenge und einer ungeachtet der extrem hohen Staatsverschuldung ebenfalls in Angriff genommenen expansiven Fiskalpolitik - hatte Abe die Märkte noch beflügeln können.

Die Börse zog rasant an, der Yen wurde stark abgewertet und so die Exportwirtschaft angekurbelt. Doch inzwischen machen sich immer Zweifel an der Wirksamkeit der «Abenomics» genannten Wirtschaftspolitik des neuen Ministerpräsidenten breit.