Jedes vierte Auto fällt beim Tüv durch

Verrostete Bremsleitungen, defekte Scheinwerfer, abgefahrende Reifen: Jedes vierte Auto fällt in Deutschland wegen gravierender Mängel beim Tüv durch.

Jedes vierte Auto fällt beim Tüv durch
Paul Zinken Jedes vierte Auto fällt beim Tüv durch

«Je älter die Fahrzeuge, desto erheblicher die Mängel», sagte Klaus Brüggemann, Präsidiumsmitglied beim Verband der Technischen Überwachungsvereine (Tüv), am Donnerstag in Berlin. Meistens seien Beleuchtung, Fahrwerk und Abgasanlage betroffen.

Insgesamt sei der Zustand der Fahrzeuge aber zufriedenstellend: «Ich glaube, dass wir in Europa eindeutig führend sind.» Drei Viertel aller Autos kommen demnach mit keinen oder nur geringen Mängeln zur Hauptuntersuchung und erhalten die Plakette sofort. Bei erheblichen Mängeln muss der Wagen erst in die Werkstatt.

Der Anteil dieser Autos liegt in diesem Jahr mit 24,9 Prozent höher als im vergangenen Jahr, als es noch 20 Prozent waren. Der Tüv-Verband führt das aber auf rechtliche Änderungen zurück. So war es früher nur ein leichter Mangel, wenn der Rückfahrscheinwerfer nicht ging. Heute sei es ein erheblicher Mangel.

Auch das steigende Durchschnittsalter spiele eine Rolle. In diesem Jahr waren die Autos auf deutschen Straßen im Durchschnitt 8,7 Jahre alt - vor zehn Jahren waren es noch 7,4 Jahre. Am besten Schnitten in der Tüv-Statistik deutsche und japanische Marken ab, Spitzenreiter unter den zwei- bis dreijährigen Autos war der in Spanien gebaute Opel Meriva.

«Sie sollten ihr Auto regelmäßig warten lassen», riet Brüggemann. «Wir können nur an die Fahrer appellieren, ihre Autos in die Werkstatt zu bringen, Inspektionen zu machen und Mängel auch beheben zu lassen.»