Jüngere gehen lieber ins Netz als zum Ostermarsch

Gewerkschaften und Friedensgruppen rufen in Dutzenden Städten zu den traditionellen Ostermärsche für den Frieden auf. Doch die Veranstalter beklagen eine schwindende Teilnehmerzahl.

Trendforscher Peter Wippermann sieht die Ursachen in Politikverdrossenheit sowie dem Verlust des Vertrauens in Verbände und Institutionen, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Auch sind die Arbeit und das Leben nach seinen Worten stärker individualisiert. «Das heißt: Jüngere Leute schießen sich projekthaft auf einzelne Themen ein und gehen dann nicht auf die Straße, sondern in die virtuelle Welt. Es gibt Gruppen, die permanent irgendwelche Demonstrationen im Netz organisieren.» Werde eine politische Aktion wie der Ostermarsch zum Ritual, sei das für jüngere Menschen nicht akzeptabel.