Joschka Fischer: Frankreich nicht wegen Staatsverschuldung bestrafen

Im Streit um die hohe Neuverschuldung Frankreichs hat sich Ex-Außenminister Joschka Fischer auf die Seite der sozialistischen Regierung in Paris gestellt. Vorrang hätten Strukturreformen, damit die französische Wirtschaft laufe. Deshalb sei die französische Einhaltung der Maastricht-Kriterien zweitrangig, sagte Fischer der «Bild am Sonntag». Er verwies auf seine gemeinsame Regierungszeit mit Gerhard Schröder, als auch Deutschland die Maastricht-Kriterien gebrochen hatte. Das würde er heute genauso wieder tun und so sei es jetzt auch mit Frankreich, sagte Fischer.