Mindestens fünf Tote bei Geiselnahme in Kabuler Hotel

Bei einer Geiselnahme in einem Gästehaus in Kabul sind in der Nacht nach Polizeiangaben mindestens fünf Menschen getötet worden.

54 Menschen seien bei der Erstürmung des Gebäudes durch afghanische Sicherheitskräfte gerettet worden, teilte Kabuls Polizeichef Abdul Rahman Rahimi mit. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Einer der Toten sei ein US-Bürger, sagte die Sprecherin der amerikanischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt. Das italienische Außenministerium bestätigte, dass auch ein Italiener umkam.

Wieviele Angreifer getötet wurden, war zunächst unklar. Nach Angaben des stellvertretenden Innenministers Ajub Salangi wurden zwei Angreifer erschossen. Ein afghanischer Offizier sprach von drei getöteten Angreifern. Die Taliban behaupteten dagegen, die Attacke sei von nur einer Person ausgeführt worden. Laut Innenministerium wurden drei Mitarbeiter des Hauses sowie zwei Ausländer und ein Soldat verletzt.

Eine Gruppe Bewaffneter hatte das bei Ausländern beliebte Hotel nach Polizeiangaben am Mittwochabend gestürmt. Ein Augenzeuge sagte, am Abend sei ein Konzert in dem Hotel geplant gewesen. Vor dessen Beginn hätten die Unbekannten angegriffen, fügte Ahmad Reschad hinzu, der nahe dem Gästehaus eine Bäckerei betreibt. Nach sieben Stunden beendeten die Sicherheitskräfte die Geiselnahme.