Anschlag auf EU-Polizeimission in Kabul

Ein Selbstmordattentäter hat in der Nähe des internationalen Flughafens der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Mitarbeiter der EU-Polizeimission Eupol mit in den Tod gerissen.

Zwei afghanische Zivilistinnen seien bei der Detonation ebenfalls ums Leben gekommen, sagte Polizeisprecher Ebadullah Karimi. 18 weitere Zivilisten - darunter drei Kinder - seien verletzt worden. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Eupol bestätigte, dass ein Fahrzeug der Polizeimission mit vier Insassen angegriffen wurde. Einer der Mitarbeiter sei getötet worden, hieß es in der Mitteilung. Bei den anderen drei Mitarbeitern gehe man davon aus, dass ihre Verletzungen nicht lebensbedrohlich seien. Angaben zur Nationalität des Toten machte Eupol zunächst nicht.

Eupol unterstützt seit 2007 den Aufbau der afghanischen Polizei. Der von 23 EU-Staaten getragenen Mission gehören mehr als 200 internationale und rund 180 einheimische Mitarbeiter an. Unter den ausländischen Eupol-Mitarbeitern sind auch Deutsche.