Kanu-Gold, Hockey-Bronze und zwei Rücktritte

Die Rennkanuten Max Rendschmidt und Marcus Groß haben bei Olympia in Rio de Janeiro das 13. Gold für die deutsche Mannschaft geholt. Im Kajak-Zweier über 1000 Meter paddelten die Weltmeister zum Sieg.

Kanu-Gold, Hockey-Bronze und zwei Rücktritte
Soeren Stache Kanu-Gold, Hockey-Bronze und zwei Rücktritte

Bronze sicherten sich die Hockey-Herren beim 4:3 im Penalty-Krimi gegen die Niederländer. Zuvor hatte Kapitän Moritz Fürste schon das Ende seiner großen Karriere verkündet. «Heute werde ich das letzte Mal im Nationaltrikot auflaufen. Ein letztes Mal alles geben um für Deutschland, das Team und für mich eine olympische Medaille zu gewinnen», schrieb der der zweimalige Olympiasieger auf seiner Facebook-Seite.

Auch Springreiter Ludger Beerbaum erklärte seinen Abschied. «Ich mache Platz für junge Leute», sagte der viermalige Olympiasieger schon vor dem Einzel-Finale am Freitag.

Medaillengaranten für die deutsche Mannschaften bleiben die Rennkanuten. Rendschmidt und Groß sorgten für das dritte Edelmetall des Teilverbands bei den Rio-Spielen. Das deutsche Duo verwies Serbien und Australien auf die Plätze. «Das war ein phänomenales Rennen», stellte Rendschmidt fest.

Der erste Rio-Medaillen-Gewinner muss nach einem Dopingvergehen seine Medaille abgeben. Der Internationale Sportgerichtshof CAS erkannte dem kirgisische Gewichtheber Isat Artykow das Edelmetall ab. Ihm wurde die Einnahme der verbotenen Substanz Strychnin nachgewiesen. 

In den Leichtathletik qualifizierte sich Damen-Sprintstaffel für das Finale über 4 x 100 Meter, die Männer verpassten den Endlauf. Für Europameister David Storl war das Erreichen des Kugelstoße-Finales eine Zitterpartie. «Das ist nicht so dolle gewesen. Es war aber nur eine Quali. Da geht es allein darum, ob man durchkommt oder nicht», kommentierte er seinen mühsam-müden Ausscheidungs-Auftritt.

Medaillenhoffnung Lena Schöneborn hat sich im Modernen Fünfkampf bei eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Die 30 Jahre alte Olympiasiegerin von 2008 beendete das Fechten als erste der fünf Disziplinen auf Rang zwei.