Kardinal Lehmann ruft zum Schenken und Verzeihen auf

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat in seiner Weihnachtspredigt zum Geben und Verzeihen aufgerufen.

Kardinal Lehmann ruft zum Schenken und Verzeihen auf
Fredrik von Erichsen Kardinal Lehmann ruft zum Schenken und Verzeihen auf

«Groß ist man zum Beispiel nicht einfach durch Macht, Glanz und Überheblichkeit, schon gar nicht durch Gewalt», sagte Lehmann am ersten Weihnachtstag im Mainzer Dom laut einer Mitteilung des Bistums. Die Größe Gottes zeige sich auch im Verzeihen - dies offenbare sich an Weihnachten. Lehmann sagte zugleich, der von Gott empfangene Reichtum solle weiterverschenkt werden. In seiner Predigt ging er auch indirekt auf den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ein.

«Der Unmut und die Enttäuschung über Ereignisse in der Kirche, besonders auch in unserem Nachbarbistum Limburg, darf nicht dazu führen, dass wir die Hilfe für die Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika aufkündigen», betonte Lehmann. Papst Franziskus bitte die Gläubigen in besonderer Weise darum.

Tebartz-van Elst ist beurlaubt und hält sich derzeit in einer Benediktinerabtei in Niederbayern auf. Das Bistum ist in einer Krise, seitdem die auf mehr als 30 Millionen Euro explodierten Baukosten für den neuen Bischofssitz bekanntwurden. Außerdem gibt es heftige Kritik an der Amtsführung des Bischofs.