BGH kippt Verurteilung wegen Beihilfe zum Völkermord in Ruanda

Der Völkermord-Prozess gegen einen ehemaligen Bürgermeister aus Ruanda muss teilweise neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof kippte heute die Verurteilung des Ex-Funktionärs wegen seiner Beteiligung an einem Kirchenmassaker in wichtigen Punkten. In der Neuauflage des Prozesses vor dem Oberlandesgericht Frankfurt droht dem Mann nun eine lebenslange Haftstrafe. Das OLG hatte ihn zu 14 Jahren Haft verurteilt. Bei dem Kirchenmassaker starben 1994 über 400 Menschen auf grauenvolle Weise.