EnBW: Prokon-Kauf großer Schritt in Richtung Energiewende

Die angestrebte Übernahme der insolventen Windenergie-Firma Prokon soll den Energieversorger EnBW auf seinem Weg in die Energiewende einen Riesenschritt voranbringen.

EnBW: Prokon-Kauf großer Schritt in Richtung Energiewende
Karl-Josef Hildenbrand EnBW: Prokon-Kauf großer Schritt in Richtung Energiewende

«Die Stärken der beiden Unternehmen ergänzen sich perfekt», sagte EnBW-Chef Frank Mastiaux laut Pressemitteilung kurz vor einer Telefonkonferenz zu dem Thema. Mit Prokon im Portfolio könne der Karlsruher Konzern den Windkraftbereich selber langfristig optimal entwickeln.

«Den Mitarbeitern von Prokon bieten wir dabei eine Perspektive mit guten Wachstumsmöglichkeiten», sagte Mastiaux weiter. Die Genussrechtsinhaber von Prokon würden wie auch die anderen Gläubiger «einen substanziellen Betrag in bar erhalten: zeitnah, sicher und fair».

Die mittelständische, schlagkräftige Struktur von Prokon solle erhalten bleiben und dessen Kerngeschäft im Wesentlichen fortgeführt werden. Gemeinsam mit EnBW könne so ein «neuer, äußerst wettbewerbsfähiger Anbieter im europäischen Windmarkt entstehen».

Der drittgrößte deutsche Energieversorger hatte seine Kaufabsichten am Dienstag offiziell bestätigt und mitgeteilt, ein verbindliches Angebot zum Erwerb sämtlicher Prokon-Anteile eingereicht zu haben. Der Kaufpreis soll im mittleren dreistelligen Millionenbereich liegen. Ob EnBW neuer Prokon-Besitzer wird, entscheidet aber erst eine Gläubigerversammlung Anfang Juli.