Karoline Herfurth erinnert sich gern ans Sommer-Märchen

Sie ist kein eingefleischter Fußballfan, von der Begeisterung der anderen lässt sich Schauspielerin Karoline Herfurth (32) aber gerne anstecken. Im dpa-Interview verrät sie, warum sie an die WM 2006 eine zwiespältige Erinnerung hat.

Karoline Herfurth erinnert sich gern ans Sommer-Märchen
Tobias Hase Karoline Herfurth erinnert sich gern ans Sommer-Märchen

Frage: Wer wird Ihrer Meinung nach Europameister und warum?

Antwort: Die Konkurrenz kenne ich nicht so richtig, aber ich bin eh immer für's deutsche Team, ist ja klar. Ich und Fußball, das ist hart.

Wie und wo schauen Sie die Spiele?

Antwort: Ich schaue gerne im Freundeskreis. Ich liebe es auch, wenn in Berlin die Cafés auf den Straßen Public Viewing anbieten, also so im Kleinen, und dann ist eine ganze Straße voll mit einer ganz tollen Stimmung. Ich find so etwas super.

Frage: Was war der größte Fußball-Moment Ihres Lebens?

Antwort: Ich kann mich an die WM 2006 sehr gut erinnern, wir sind gegen Italien rausgeflogen. Das war ein unglaubliches Spiel, es hat mir körperlich wehgetan, weil alle so mitgefiebert haben. Und ich bin nicht der größte Fußballfan, kenne mich eigentlich nicht aus. Das war wirklich ein ganz besonderer WM-Sommer, mit Klinsmann als Trainer. Ich bin jetzt auch ein großer Fan von Jogi Löw. Meine früheste Begegnung mit Fußball hatte ich mit 19, da habe ich im Film eine Fußballerin gespielt. Aber ich muss gestehen, dass alle meine Fußball-Kenntnisse seitdem schon wieder von anderen Themen abgelöst wurden.

Frage: Wirken sich die Terroranschläge von Paris rund um das Länderspiel Frankreich-Deutschland im vergangenen November auf Ihre EM-Begeisterung aus?

Antwort: Ich kann mir schon vorstellen, dass so etwas verängstigt, das kann ich verstehen, aber wie damit jeder umgeht, muss man sehen.

ZUR PERSON: Schauspielerin Karoline Herfurth ist eine echte Berlinerin, international bekannt wurde sie 2006 durch den Film «Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders». In der Tragikomödie «Eine andere Liga» hatte sie ein Jahr zuvor die Deutschtürkin Hayat dargestellt, eine ehrgeizige Fußballspielerin, die droht, von einer Krebserkrankung aus der Bahn geworfen zu werden. Zuletzt war sie u.a. in «Fack ju Göhte 2» auf der großen Leinwand zu sehen.