Karstadt-Tarifverhandlungen dauern an

Die Tarifverhandlungen bei der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt sind am Montag in Düsseldorf in die dritte Runde gegangen.

Hauptthema sollten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi die Luxus-Warenhäuser in Berlin, München und Hamburg sein.

Drei Monate nach dem Einstieg des Immobilien-Investors René Benko bei Karstadt wolle die Arbeitgeberseite zudem ihr Konzept für das «Warenhaus der Zukunft» vorstellen, hieß es. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Verhandlungen dauerten am frühen Abend noch an.

Ein Durchbruch sei bei der Gesprächsrunde nicht zu erwarten, deutete die Gewerkschaft an. Derzeit gehe es noch darum, die notwendigen Informationen über die Lage des Unternehmens zusammenzutragen. Die konkreten Verhandlungen würden wohl erst in der folgenden Runde beginnen, hatte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes vor den Gesprächen angekündigt.

Bereits nach der zweiten Runde der Tarifverhandlungen hatte das Unternehmen die rund 17 000 Karstadt-Beschäftigten auf tiefe Einschnitte eingestimmt. Die Gewerkschaft hatte dagegen Forderungen unter anderem nach einer Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgelds zurückgewiesen.