Kartellamt: Große Unterschiede beim Wasserpreis

Für Trinkwasser zahlen die Verbraucher in Deutschland nach einer Untersuchung des Bundeskartellamts höchst unterschiedliche Preise. Im Jahr 2013 schwankte das durchschnittliche Wasserentgelt für Endkunden bei den befragten Versorgern in 38 Großstädten in einer Spannweite von 1,40 Euro und 2,60 Euro je Kubikmeter, teilte die Wettbewerbsbehörde mit.

Kartellamt: Große Unterschiede beim Wasserpreis
Ralf Hirschberger Kartellamt: Große Unterschiede beim Wasserpreis

Dieser Wert spiegle das allgemeine Wasserpreisniveau der Unternehmen wider, das über alle Kunden- und Tarifgruppen ermittelt wurde. Für Haushaltskunden liege der Preis etwas höher, für Groß- und Industriekunden etwas niedriger, hieß es in dem Bericht über die großstädtische Trinkwasserversorgung in Deutschland.

Die Preisunterschiede könnten zum Teil auf unterschiedliche Versorgungsbedingungen wie Höhenunterschiede und Versorgungsdichte zurückgeführt werden, hieß es weiter. So erzeugten die Einrichtung von Druckzonen ebenso Zusatzkosten wie aufwendig aufzubereitendes Oberflächenwasser. Auch die Gewinnung von Wasser aus Talsperren könne kostspieliger sein.

In Einzelfällen sei eine behördliche Kontrolle der Wasserentgelte aber unumgänglich, um zu vermeiden, dass die Versorger ihre Monopolstellung zu Lasten der Verbraucher ausnutzten. Die in dem Bericht befragten Versorger erbringen laut Kartellamt mehr als ein Viertel der gesamten öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland.