AfD-Abtrünnige treffen sich zu Parteineugründung

Nach dem Zerwürfnis innerhalb der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) berät eine Gruppe um den abgewählten Vorsitzenden Bernd Lucke über die Gründung einer neuen Partei.

AfD-Abtrünnige treffen sich zu Parteineugründung
Julian Stratenschulte AfD-Abtrünnige treffen sich zu Parteineugründung

Dazu kamen in Kassel Mitglieder des von Lucke gegründeten Vereins «Weckruf 2015» zusammen. Der 4000 Mitglieder zählende Verein gilt als Sammelbecken für AfD-Mitglieder, die mit den rechtspopulistischen Thesen einiger Parteifunktionäre nichts zu tun haben wollen.

Bei einem außerordentlichen Bundesparteitag Anfang Juli in Essen hatten sich die nationalkonservativen Kräfte in der AfD klar durchgesetzt. Zur ersten Vorsitzenden wurde die frühere Co-Vorsitzende Frauke Petry aus Sachsen gewählt. Vorangegangen war ein monatelanger Machtkampf zwischen Petry und Lucke, der eher für liberal-konservative Ansichten steht.

Sollten die etwa 70 «Weckrufler», die vom Vereinsvorstand nach Kassel eingeladen wurden, tatsächlich eine Partei gründen, dann dürfte noch am Sonntag ein Vorstand gewählt werden. Ob Lucke für den Vorsitz der neuen Partei kandidieren wird, galt zunächst als offen.