Kaymer kämpft bei US Open um Top 20 - Kieffer raus

Der schwerste Platz der PGA-Tour forderte reihenweise prominente Opfer - Golfprofi Martin Kaymer konnte ein Ausscheiden zur Halbzeit der 116. US Open gerade noch abwenden.

Kaymer kämpft bei US Open um Top 20 - Kieffer raus
Erik S. Lesser Kaymer kämpft bei US Open um Top 20 - Kieffer raus

Mit zwei 73er Runden qualifizierte sich der 31-jährige aus Mettmann im Oakmont Country Club im US-Bundesstaat Pennsylvania und lag genau einen Schlag über der Cutlinie. «Ich habe nicht wirklich zu meinem Rhythmus gefunden und teilweise viel zu schnell geschwungen. Die Eisenschläge waren ganz okay. Aber die Abschläge flogen mal links, mal rechts und dann bekommt man hier eben Probleme», sagte Kaymer dem Internetportal Golf.de.

Wegen der Gewitterverzögerungen musste er am Samstagnachmittag noch einmal raus, holte sich zuvor aber gute Tipps von seinem extra angereisten Coach Günter Kessler. Die wirkten: Dem US-Open-Sieger von 2014 gelangen auf den ersten neun Löchern drei Birdies nacheinander. Er ließ sich auch durch zwei Bogeys nicht aus dem Konzept bringen und konterte mit einer Unterspielung, bevor die Runde wegen Dunkelheit abgebrochen wurde.

Mit nun vier Schlägen über Par arbeitete sich Kaymer auf den geteilten 29. Rang vor und ist dort in guter Gesellschaft: Auch Titelverteidiger Jordan Spieth (72+72+70) aus Texas kämpft um den Anschluss an das obere Drittel. Der Weltranglisten-Erste Jason Day (76, 69, 66) aus Australien arbeitete sich nach desaströsem Start ins Turnier und ist schon geteilter Achter.

In Führung auf dem Par 70-Kurs des Oakmont Country Clubs in der Nähe von Pittsburgh liegt Shane Lowry. Der Ire weist nach 14 Bahnen in Runde drei fünf unter Par auf und hat somit zwei Schläge weniger als Andrew Landry (USA) auf Platz zwei.

Ausgeschieden ist dagegen die Nummer drei der Welt, Rory McIlroy. Der Nordire scheiterte nach Runden von 77 und 71 Schlägen mit 148 Schlägen klar am Cut. Der Sieger von 2011 kämpfte mit seinem Schwung. Auch der US-Publikumsliebling Phil Mickelson (147) ist bei den beiden Finalrunden nicht dabei.

Bei seiner zweiten US Open musste auch Maximilian Kieffer frühzeitig die Segel streichen. Mit 77 und 78 Schlägen fand sich der 25-jährige Düsseldorfer am Ende des Leaderboards wieder. Der kleine Vorteil: Er konnte eher Richtung Heimat fliegen, um sich auf die BMW Open in der nächsten Woche in Pulheim vorzubereiten.