Keim-Experten aus Frankfurt am Kieler Klinikum eingetroffen

Ein Expertenteam aus Frankfurt am Main hat am Morgen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel die Arbeit aufgenommen. Die Fachleute sollen das Klinikum mit ihrer Expertise im Kampf gegen einen gefährlichen multiresistenten Keim unterstützen.

Sie sind Spezialisten auf dem Gebiet des betreffenden Keims. Welche Schritte die Fachleute am Montag unternehmen, konnte ein UKSH-Sprecher zunächst nicht sagen. Er verwies auf eine Pressekonferenz am späten Nachmittag. Dann soll über den neuesten Sachstand im Falle des Ausbruchs eines sogenannten MRGN-Keimes informiert werden.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass elf an dem Kieler Klinikum gestorbene Patienten zusätzlich zu ihren teils schweren Erkrankungen auch den Keim trugen. Bei neun von ihnen sei das Bakterium mittlerweile eindeutig als Todesursache ausgeschlossen worden. Bei zwei 87 und 70 Jahre alten Patienten konnte die Todesursache nicht zweifelsfrei geklärt werden. Mit Stand Samstagabend wurden an der Klinik 27 Patienten positiv auf das gegen fast alle Antibiotika resistente Bakterium Acinetobacter baumannii getestet. Sie sind zwischen 27 und 88. Nicht alle von ihnen sind daran erkrankt.