Kein Happy End für starken Nowitzki gegen Houston

Einen Tag nach dem verrückten 135:131-Korbfestival im Spiel gegen Oklahoma City Thunder hat Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks gegen den texanischen Rivalen Houston Rockets vor heimischer Kulisse mit 101:108 verloren.

Nowitzki war mit 21 Punkten bester Werfer seines Teams, das im Schlussviertel (18:31) dramatisch abbaute und auch noch Chandler Parsons mit einer Knieverletzung verlor. Eine genaue Diagnose bei dem Small Forward steht noch aus. «In der ersten Halbzeit haben wir sie überrumpelt, doch im zweiten Durchgang haben wir einfach zu langsam gespielt», sagte Parsons.

Nach einem teilweise zweistelligen Punktepolster ging Dallas die Luft aus. «Wir hätten das Spiel leicht gewinnen können», haderte deshalb Mavericks-Center Tyson Chandler. Mit 46 Siegen und 30 Niederlagen bleiben die Mavericks in der Western Conference Siebter und würden nach aktuellem Stand in den Playoffs auf Houston treffen.

«Wir sehen uns vielleicht wieder, darum wollten wir ihnen gleich zeigen, dass wir ihnen in den Hintern treten werden», tönte Rockets-Profi Corey Brewer nach dem Sieg gegen seine Ex-Kollegen. 2011 war er an der Seite von Nowitzki mit Dallas NBA-Champion geworden.

Nowitzki liegt in der ewigen Bestenliste der nordamerikanischen Basketball-Profiliga nun bei 28 025 Punkten. Einziger aktiver Spieler, der noch mehr vorzuweisen hat, ist Superstar Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers (32 482). Unangefochten an der Spitze steht seit Jahren NBA-Legende Kareem Abdul-Jabbar, der zwischen 1969 und 1988 auf 38 387 Punkte kam.

Mit dem Erfolg bei Oklahoma hatten die Mavericks am Vortag ihre Ausgangsposition im Rennen um die Playoff-Plätze verbessert. Der Rivale (42 Siege, 33 Niederlagen) wurde dadurch auf Distanz gehalten. «Wir haben diesen Sieg gebraucht», sagte Nowitzki.

Bei dem teilweise intensiven Offensivspektakel kamen vor allem die Zuschauer auf ihre Kosten. «Das war ein großartiges Basketballspiel», meinte Dallas-Trainer Rick Carlisle. «Wenn sich zwei Mannschaften gegenüber stehen, die unbedingt gewinnen wollen, dann passieren spezielle Dinge. Die Würfe waren atemberaubend. Wir haben überlebt.»

Oklahoma hatte in Anthony Morrow (32), Russell Westbrook (31) und Enes Kanter (30) gleich drei Profis auf dem Parkett, die 30 Punkte oder mehr erzielten. «Sie kamen wie in Wellen auf uns zu», meinte Nowitzki hinterher. Doch Dallas hielt dagegen «wie in einem klassischen Shootout» (Nowitzki) und setzte sich am Ende durch.