Kein Staatsempfang in Bayreuth - auch roter Teppich fraglich

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat nach dem Amoklauf von München den Staatsempfang zum Beginn der Bayreuther Festspiele am Montagabend abgesagt.Die Aufführung einer Neuinszenierung der Oper «Parsifal» von Richard Wagner soll aber stattfinden.

Kein Staatsempfang in Bayreuth - auch roter Teppich fraglich
Nicolas Armer Kein Staatsempfang in Bayreuth - auch roter Teppich fraglich

Den Planungen der Festspielleitung zufolge dürfte jedoch der traditionelle rote Teppich mit Prominenten vor Beginn der Eröffnung abgesagt werden. «Wir plädieren eindeutig dafür, diesen "roten Teppich" nicht stattfinden zu lassen», sagte Festspiele-Sprecher Peter Emmerich der Deutschen Presse-Agentur. «Alles andere würden wir als geschmacklos und völlig unpassend empfinden.» Die Entscheidung liege jedoch bei der Stadt Bayreuth, ergänzte Emmerich.

Die Premiere selbst solle wie geplant stattfinden, sagte der Sprecher. «Der "Parsifal" ist ein Werk, das eine Friedens- und Versöhnungsbotschaft enthält.» Regie führt Uwe Eric Laufenberg, Dirigent ist Hartmut Haenchen.

Indessen haben erste Politiker die Teilnahme an der Premiere abgesagt. So kämen Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) und seine Frau nicht nach Bayreuth, teilte sein Sprecher mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte schon vor Wochen wissen lassen, dass sie dieses Jahr entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit aus terminlichen Gründen nicht zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele kommen wird.