Keine Anklage gegen Polizisten in Ferguson

In der US-Kleinstadt Ferguson ist es am Montagabend (Ortszeit) bei Protestkundgebungen gegen die Jury-Entscheidung nach den tödlichen Schüssen auf einen schwarzen Jugendlichen zu ersten schweren Gewaltausbrüchen gekommen.

Keine Anklage gegen Polizisten in Ferguson
Tannen Maury Keine Anklage gegen Polizisten in Ferguson

Die Proteste richteten sich gegen die Entscheidung einer Geschworenenjury, einen weißen Polizisten nach tödlichen Schüssen auf einen schwarzen Teenager nicht anzuklagen.

Demonstranten warfen mit Flaschen und Ziegelsteinen auf Polizeifahrzeuge, wie die Sender CNN und MSNBC berichteten. Mehrere Autos, darunter auch ein Streifenwagen, sowie zwei Läden gingen in Flammen auf. Mehrere Gebäude wurden geplündert. In der Stadt waren Rauchwolken zu sehen. Demonstranten zerschlugen zudem mehrere Schaufensterscheiben von Läden.

Nach CNN-Angaben hatte die Polizei zuvor Tränengas eingesetzt. MSNBC sprach von Rauchbomben. Im US-Fernsehen waren auch Bilder von vereinzelten Feuern zu sehen. Mehrere Schüsse seien zu hören gewesen, hieß es weiter. Die Zeitung «St. Louis Post-Dispatch sprach auch von Plünderungen. Hunderte Demonstranten besetzten zeitweilig eine Schnellstraße.

Auch in New York und vor dem Weißen Haus in Washington kam es nach Medienberichten zu ersten Protesten.