Keine schnelle Lösung des Machtkampfs bei VW in Sicht

In der Führungskrise bei Europas größtem Autobauer Volkswagen ist derzeit keine schnelle Lösung in Sicht.

Auch am dritten Tag nach der Attacke des VW-Patriarchen Ferdinand Piëch auf VW-Chef Martin Winterkorn war zunächst nicht abzusehen, wie der Konflikt zu einer Lösung kommen könnte.

So stand nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur weder eine außerplanmäßige Sitzung des Aufsichtsrats noch ein Treffen des sechsköpfigen Präsidiums im Raum, das die Machtzentrale des Kontrollgremiums ist.

Allerdings berichtete das «Handelsblatt» am Montag, Winterkorn und Piëch setzten sich demnächst an einen Tisch. Laut dem Blatt soll es «in den kommenden Tagen ein routinemäßiges Treffen zwischen den beiden mächtigen Managern geben».

Dabei solle es auch um die Aussagen von Piëch gehen. Der hatte sich am Freitag im «Spiegel» von seinem «Ziehsohn» und langjährigen Vertrauten Winterkorn distanziert. Eine Bestätigung für das angebliche Spitzentreffen gab es zunächst nicht.