Kerbers Fed-Cup-Start wohl nicht gefährdet

Napoca (dpa) - Der Einsatz von Deutschlands Nummer eins Angelique Kerber im wichtigen Fed-Cup-Abstiegsduell in Rumänien scheint nicht gefährdet.

Kerbers Fed-Cup-Start wohl nicht gefährdet
Erik S. Lesser Kerbers Fed-Cup-Start wohl nicht gefährdet

Die Australian-Open-Siegerin fehlte zwar am Montag bei der Abreise der deutschen Tennis-Damen von München nach Cluj-Napoca, soll aber im Lauf der Woche nachkommen und mit dem Team trainieren. «Sie war einfach erschöpft», sagte Rittner.

Kerber hatte zuvor beim WTA-Turnier in Charleston im Halbfinale gegen die Amerikanerin Sloane Stephens beim Stand von 1:6, 0:3 entkräftet aufgeben. Die Bundestrainerin hat die Weltranglisten-Dritte Kerber fest als Einzelspielerin eingeplant und braucht eine fitte Nummer eins, um gegen die starken Rumäninnen um die frühere Ranglisten-Zweite Simona Halep eine Chance zu haben.

Auch die zweimalige Fed-Cup-Gewinnerin und 22-malige Grand-Slam-Turniersiegerin Steffi Graf warnte vor dem Gastgeber. «Das ist wirklich eine schwere Aufgabe. Ich hoffe sehr, dass sich die Mädchen durchsetzen werden», sagte Graf in einem Interview auf der Internetseite des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Bei einer Niederlage auf dem Sandplatz in der mit 7500 Zuschauern ausverkauften Arena steigt die DTB-Auswahl wie zuletzt 2012 in die Weltgruppe II ab.

Neben Kerber stehen Andrea Petkovic (Darmstadt), Annika Beck (Bonn) und Julia Görges (Bad Oldesloe) im deutschen Aufgebot. Rittner habe «die notwendige Erfahrung, um ihre Spielerinnen bei dem schwierigen Auswärtsspiel in den entscheidenden Situationen zu führen. Lasst uns positiv nach vorne schauen», sagte Graf.

Für Rumänien sind die aktuelle Weltranglisten-Sechste Halep, Monica Niculescu, Irina Camelia-Begu und Alexandra Dulgheru nominiert.

Kerber hat nach ihrem Halbfinal-Aus beim WTA-Turnier in Charleston in der Tennis-Weltrangliste einen Platz eingebüßt. Sie wird in dem am 11. April veröffentlichten Ranking hinter der Polin Agnieszka Radwanska als Dritte geführt.

Deutsche Nummer zwei ist weiter Andrea Petkovic. Die Darmstädterin fiel nach ihrer Erstrundenpleite in Charleston aber um zwei Positionen vom 28. auf den 30. Platz zurück. Die Bonnerin Annika Beck ist 41., Sabine Lisicki machte einen Rang gut und ist wieder die Nummer 50 der Welt.

Bei den Herren ist Philipp Kohlschreiber als 28. bester Deutscher. Alexander Zverev belegt Platz 54. An der Spitze thront nach wie vor souverän der Serbe Novak Djokovic vor Andy Murray und Roger Federer.