Kerry wirft Syrien indirekt Einsatz von Giftgas vor  

Die USA sind nach den Worten von Außenminister John Kerry so gut wie überzeugt, dass das Regime in Damaskus Giftgas eingesetzt hat.

Kerry wirft Syrien indirekt Einsatz von Giftgas vor  
Tim Brakemeier Kerry wirft Syrien indirekt Einsatz von Giftgas vor  

Zwar gebe es weiterhin Untersuchungen, meinte Kerry. Doch er warf Damaskus vor, UN-Beobachtern fünf Tage lang Zugang zu dem Gelände des Giftgaseinsatzes verweigert zu haben. Zudem habe das Regime durch den weiteren Beschuss des Viertel Beweise vernichtet. «Dies ist nicht das Verhalten einer Regierung, die nichts zu verbergen hat», sagte Kerry am Montag in Washington vor Journalisten.

Die USA und die internationale Gemeinschaft müssten darauf antworten. Präsident Barack Obama werde in Kürze darüber entscheiden.

  Es handele sich um eine «moralische Obszönität», sagte Kerry. «Was wir in der vergangenen Woche in Syrien gesehen haben, schockiert das Bewusstsein der Welt.»

Kerry sagte zwar nicht wörtlich, dass das Regime von Baschar al-Assad hinter dem Chemiewaffeneinsatz vergangene Woche in einem Vorort von Damaskus stecke, bei dem Hunderte Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Aber er ließ keinen Zweifel daran, dass die USA davon überzeugt seien. Die USA verfügten zudem über weitere Beweise, die sie mit den Verbündeten beraten und später veröffentlichen wollten.

«Trotz der Entschuldigungen und Mehrdeutigkeiten, die einige fabriziert haben, ist es unbestreitbar», sagte Kerry offenbar mit Blick auf das Regime in Damaskus. Weiter meinte Kerry, die Aufgabe der UN-Inspekteure sei es lediglich, festzustellen, ob Giftgas eingesetzt worden sei. Nicht aber, welche Seite im Bürgerkrieg dies eingesetzt habe.