Kiew erhöht Zahlung an damalige Helfer

30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl hat die ukrainische Regierung die Renten der damaligen Helfer erhöht. Die Regelung für die oft schwerkranken Menschen gelte rückwirkend vom 1. Januar 2016 an, teilte die Führung in Kiew am Montag mit.

Kiew erhöht Zahlung an damalige Helfer
Sergei_Supinsky Kiew erhöht Zahlung an damalige Helfer

Medien zufolge leben in der Ex-Sowjetrepublik noch rund 10 000 der Einsatzkräfte, die nach dem Super-GAU am 26. April 1986 am explodierten Reaktor arbeiteten. Sie sollen monatlich zwischen umgerechnet 150 und 200 Euro erhalten, hieß es. Am Jahrestag des Unfalls an diesem Dienstag will Präsident Petro Poroschenko mit einem Besuch an der Reaktorruine der sogenannten «Liquidatoren» gedenken.

In Erinnerung an die Helfer weihte die orthodoxe Kirche in Russland ein Gotteshaus bei Belgorod ein. Das Gebäude in der damals von der radioaktiven Strahlung betroffenen Region sei die erste Kirche im Land, die den Einsatzkräften gewidmet sei, sagte Behördensprecherin Irina Sorokina. Zehntausende Helfer in Tschernobyl kamen damals aus Russland. Viele arbeiteten ohne Schutz und starben in kurzer Zeit.

Auch das damals ebenfalls betroffene Weißrussland gedenkt seiner vielen Strahlenopfer. «Der Kampf gegen die schweren Folgen von Tschernobyl bleibt auch nach 30 Jahren eine wichtige Aufgabe des Staates», sagte Präsident Alexander Lukaschenko in Minsk.