Kiew und Moskau hoffen auf Friedensschritte für Ukraine

Kurz vor einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe haben Moskau und Kiew die Hoffnung auf neue Friedensschritte in dem blutigen Konflikt geäußert.

Die Vertreter der Kontaktgruppe seien in der weißrussischen Hauptstadt Minsk eingetroffen, teilte der Vizechef der ukrainischen Präsidialverwaltung, Waleri Tschaly, in Kiew mit.

Zuletzt war die Kontaktgruppe, zu der auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gehört, im September in Minsk zusammengetreten. Die Ukraine stehe zu den damals vereinbarten, bisher aber nicht umgesetzten Friedensschritten, sagte Tschaly. Bei den Gesprächen solle es nun um den kompletten Austausch von Gefangenen gehen sowie um den Abzug von Militärtechnik von den Frontlinien.

Auch die prorussischen Separatisten bekundeten ihre Bereitschaft, den Konflikt friedlich zu lösen. Sie verlangten ein Ende der wirtschaftlichen Blockade des Donbass durch die ukrainische Regierung. Das Militär und die Separatisten warfen sich kurz vor Beginn des Treffen erneut gegenseitig vor, die Feuerpause im Donbass zu verletzen.

Der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow sagte in Moskau, dass der Konflikt nur durch Dialog der zerstrittenen Seiten zu lösen sei. «Wir sind für eine friedliche Lösung in der Ukraine», betonte er der Agentur Interfax zufolge. Russland wird von der Ukraine als Aggressor in dem Konflikt gesehen.