Poroschenko: Ukraine bleibt auf EU-Kurs

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat in einer Rede zur Lage der Nation den EU-Kurs bekräftigt. Bis Ende August solle die Regierung alle technischen Voraussetzungen für den visafreien Reiseverkehr in die Europäische Union umsetzen.

Poroschenko: Ukraine bleibt auf EU-Kurs
Bernd von Jutrczenka Poroschenko: Ukraine bleibt auf EU-Kurs

Das kündigte Poroschenko im Parlament in Kiew an. Im September wolle die EU die Fortschritte prüfen.

Vor dem G7-Gipfel am Wochenende in Bayern dankte der Staatschef dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und den Geldgebern in der EU sowie den USA für die Finanzhilfe. Dies habe geholfen, «den Staatsbankrott abzuwenden und die makroökonomische Situation zu stabilisieren», betonte Poroschenko. Beobachter sehen die Ukraine indes weiterhin vor großen wirtschaftlichen Problemen.

Internationale Gläubiger haben der Ex-Sowjetrepublik ein Hilfspaket über 40 Milliarden Dollar (rund 35 Milliarden Euro) zugesagt. Davon steuert der IWF rund 17,5 Milliarden Dollar bei und verlangt im Gegenzug Reformen.

Poroschenko forderte stärkere Bemühungen der prowestlichen Regierung beim Umbau der maroden ukrainischen Volkswirtschaft. «Ich bin wie alle unzufrieden mit der Geschwindigkeit der Reformprozesse», sagte er.