Kinderarzt gesteht Missbrauch von 21 Jungen

Ein Kinderarzt aus Bayern hat vor dem Augsburger Landgericht den sexuellen Missbrauch von 21 Jungen zugegeben. Zu Beginn des Prozesses sagte der 40-Jährige, in der Untersuchungshaft sei er zu der Überzeugung gekommen, dass es der einzige Weg sei, die ihm vorgeworfenen Taten «vollständig einzuräumen».

Die Staatsanwältin hatte zuvor rund zwei Stunden lang die Vorwürfe gegen den Mann aufgelistet. Demnach hatte der Mediziner die unter 14 Jahre alten Jungen oftmals in Augsburg und München in Tiefgaragen oder Keller gelockt, um sich an ihnen zu vergehen.

Der Augsburger wurde gefasst, nachdem er im Sommer 2014 im niedersächsischen Garbsen einen Fünfjährigen entführt und missbraucht haben soll. In weiteren Fällen soll sich der Mann an den Söhnen von zwei Freundinnen vergangen haben.

Dem Mann drohen bis zu 15 Jahre Haft. Das Gericht hat für den Prozess bis kommenden März 30 Verhandlungstage eingeplant.