Kinderpfleger muss für Missbrauch in Psychiatrie

Ein Kinderkrankenpfleger, der im Klinikum Hildesheim serienweise junge Mädchen betäubt und sexuell missbraucht hat, kommt in die Psychiatrie.

Das Landgericht verurteilte den 36-Jährigen am Montag wegen Vergewaltigung, schweren Missbrauchs und Körperverletzung zu neuneinhalb Jahren Haft. Außerdem ordnete es die Unterbringung in einer Psychiatrieklinik an und verhängte ein lebenslanges Berufsverbot. «Er hat die Vertrauensstellung, die er gegenüber allen Opfern hatte, aufs Gröbste missbraucht», sagte der Vorsitzende Richter Volker Heckemüller.

 Zu dem Missbrauch der Patientinnen kamen Übergriffe des 36-Jährigen auf junge Frauen hinzu, die er nach einem Kennenlernen in der Disco ebenfalls betäubte, um sich an ihnen zu vergehen. Dabei gab er vor, für medizinische Zwecke Blut abnehmen zu wollen. Nach dem Urteil des Gerichts ist der Mann wegen einer sexuellen Störung vermindert schuldfähig. Zu Prozessbeginn hatte der Pfleger alle Taten gestanden. «Wir haben feststellen müssen, dass die Opfer auch heute noch massiv unter den Taten leiden», sagte der Richter.

Die Ermittler waren dem Mann auf die Spur gekommen, weil er die Übergriffe gefilmt und fotografiert hatte. Die Polizei fand das Material, als sie die Wohnung des Mannes in einem anderen Verfahren durchsuchte.