Klar komplex: Dior vereint in Paris Gegensätze

Sanft und doch streng, klar und doch komplex: Raf Simons hat in seiner Dior-Schau für Frühjahr/Sommer 2016 am Freitag in Paris gekonnt Kontraste vereint.

Klar komplex: Dior vereint in Paris Gegensätze
Yoan Valat Klar komplex: Dior vereint in Paris Gegensätze

Gegen wäschige Entwürfe aus blütenweißem Baumwollvoile setzte er Kostümjacken, kurze Röcke oder Hosenanzüge aus Anzugstoffen sowie robusten Zopfstrick. Plissierungen, Stickereien und vorsichtig gesetzte Muster machten die Raffinesse des Ganzen aus. Blasse Flieder- oder Blautöne auf Organza wirkten wie einem Aquarell entnommen. 

Dior war einer der ersten großen Namen bei der seit vergangenem Dienstag laufenden Pariser Prêt-à-Porter-Woche der Damenkollektionen. Nicht nur der Name des Traditionshauses ist klangvoll, auch Simons selbst gilt inzwischen als Superstar. Dementsprechend groß war der Andrang auf das mit zahlreichen Ritterspornblüten bedeckte Zelt für die Schau. Unter den Gästen: Rihanna und «Game of Thrones»-Star Emilia Clarke.

Ansonsten dominierten auf den Laufstegen leuchtende Farben und dekorative Muster. Yoshiyuki Miyamae, Chefdesigner der japanischen Marke Issey Miyake, zeigte glänzenden «Techno»-Tweed mit Fransen in Farbblöcken, mal als gerade geschnittenes Kleid, mal als Ensemble mit Shorts. Andere Entwürfe hatte er in eine dreidimensionale Wellenform pressen lassen und schickte sie in leuchtendem Blau, Pink oder bunten Streifen über den Laufsteg.

Eine elegante Kollektion mit langgezogener Silhouette hatte das deutsche Designerduo Talbot-Runhof schon am Vorabend vorgestellt. Geometrisch gemusterte Chiffonkleider und feine Plissees in Schwarz und tiefem Royalblau umflossen die schmalen Körper der Models.