Kleine Jungen sterben bei Brand in Wohnung ihrer Oma

Zwei kleine Jungen sind bei einem Brand in der Wohnung ihrer Großmutter in Hessen tödlich verletzt worden. Wie Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, war das Feuer aus zunächst unbekannter Ursache in der Wohnung im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses in Allendorf bei Gießen ausgebrochen.

Die drei und fünf Jahre alten Brüder, die nach Einschätzung der Ermittler eine Rauchvergiftung erlitten, wurden schwer verletzt in Kliniken gebracht. Kurz darauf starben sie.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war die Mutter der Jungen mit den beiden bei der Oma zu Besuch. Sie sei zwischenzeitlich einkaufen gegangen und habe die Kinder in der Obhut der 64-Jährigen gelassen. «In der Zwischenzeit muss das passiert sein», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, Thomas Hauburger. «Das ist eine ganz tragische Sache.»

Die Mutter, die laut Hauburger in Gießen wohnt, werde psychologisch und von Seelsorgern betreut. Die Großmutter wurde ebenso wie zwei andere Bewohner des zweieinhalbstöckigen Gebäudes schwer verletzt. Sie habe noch nicht befragt werden können, sagte Hauburger. Vorher müsse sich ihr Zustand stabilisieren.

Die Großmutter habe unter anderem eine Rauchvergiftung erlitten, sagte Hauburger. Erste Angaben der Polizei, wonach die Frau am Samstag nicht mehr in Lebensgefahr schwebte, wollte er nicht bestätigen. Auch mehrere Feuerwehrleute wurden nach dem Brand wegen leichter Rauchvergiftungen behandelt.

Brandermittler nahmen noch am Samstag die Wohnung unter die Lupe. «Nach deren Erkenntnisstand gehen wir davon aus, dass der Brandherd in der Wohnung der alten Dame liegt», sagte der Staatsanwalt. Was das Feuer entfacht habe, sei aber nicht zu sagen. Anfang kommender Woche sollen Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) die Brandermittlungen übernehmen. Dann will die Staatsanwaltschaft auch entscheiden, ob die Kinder obduziert werden, um die Todesursache eindeutig feststellen zu können. Der Sachschaden geht in den sechsstelligen Bereich.