Kleiner Dämpfer für die Commerzbank erwartet

Der Aufwärtstrend der Commerzbank hat sich im dritten Quartal nach Einschätzung von Analysten etwas verlangsamt. Der Gewinn dürfte nur noch leicht gestiegen sein.

Kleiner Dämpfer für die Commerzbank erwartet
Boris Roessler Kleiner Dämpfer für die Commerzbank erwartet

Neben einem schwierigen Kapitalmarktgeschäft und politischem Gegenwind in Polen dürfte vor allem die Pleite des niederländischen Gebäudeausrüsters Imtech Spuren in der Bilanz hinterlassen haben. Auf Erfolgskurs geblieben sein dürfte dagegen das Privatkundengeschäft. Heute legt die zweitgrößte deutsche Bank ihre Bilanz für das dritte Quartal vor.

Am Sonntag hatte Vorstandschef Martin Blessing angekündigt, die Bank 2016 zu verlassen. Er werde seinen bis Ende Oktober 2016 laufenden Vertrag nicht verlängern. Blessing steht seit Mai 2008 an der Spitze von Deutschlands zweitgrößter Bank.

Im dritten Quartal rechnen Analysten laut von der Bank selbst veröffentlichten Schätzungen im Schnitt mit einem Anstieg des operativen Gewinns von knapp zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 349 Millionen Euro. Davon dürften unter dem Strich 232 Millionen Euro übrig bleiben, drei Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit bleibt die Commerzbank auf Kurs zur ersten Dividende seit der Finanzkrise 2008.