Klimawandel könnte Heuschnupfen-Welle in Europa auslösen

Der Klimawandel könnte nach Forscherangaben in Europa eine wahre Heuschnupfen-Welle verursachen. Eine besondere Rolle spiele dabei die Ambrosia, berichteten Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien und weiterer europäischer Hochschulen.

Klimawandel könnte Heuschnupfen-Welle in Europa auslösen
Patrick Pleul Klimawandel könnte Heuschnupfen-Welle in Europa auslösen

Die Zahl der Menschen, die wegen Ambrosia-Pollen an Heuschnupfen leiden, könne sich in 35 Jahren mehr als verdoppeln. Nach Einschätzung der Forscher um Michelle Epstein ist der Klimawandel zu zwei Dritteln für den rasanten Anstieg von derzeit 33 Millionen auf dann 77 Millionen Ambrosia-Allergikern verantwortlich. Eine höhere Konzentration der Pollen von Ambrosia sowie eine längere Saison der Blütenstaubkörnchen könne die Symptome zudem verstärken, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung der Universität.

Rund 40 Prozent aller Europäer haben den Forschern zufolge zumindest einmal im Leben Heuschnupfen. Ambrosia kann sich besonders rasch ausbreiten. Ein einziges Exemplar der auch Beifußblättriges Traubenkraut genannten Pflanze kann etwa eine Milliarde Pollenkörner pro Saison produzieren. Die Studie entstand im Rahmen des EU-Projektes Atopica und ist in den «Environmental Health Perspectives» veröffentlicht.