Kölner NSU-Opfer: Als hätte mir jemand die Beine weggeschossen

Im Münchner NSU-Prozess hat das erste Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße ausgesagt - und in eindringlichen Worten von seinen körperlichen und seelischen Leiden berichtet.

Sandro D. befand sich damals, im Juni 2004, mit seinem Freund quasi direkt neben dem Fahrrad mit der Bombe, als diese explodierte. Das sei so gewesen, als habe ihm jemand die Beine weggeschossen, sagte der heute 34-Jährige vor dem Oberlandesgericht.

Der Mann kam damals mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus. In einer Notoperation mussten ihm mehrere Nägel entfernt werden, einer aus dem rechten Oberschenkelknochen. Der Bombenanschlag wird - neben zehn Morden - dem NSU angelastet.