Kölner NSU-Opfer: Wurden wie Verdächtige behandelt

Im Münchner NSU-Prozess haben Opfer des Kölner Nagelbombenanschlags vor Gericht Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Mehrere Zeugen beschwerten sich heute, damals trotz ihrer teils schweren Verletzungen verdächtigt worden zu sein. Die mit mehr als 700 Nägeln gefüllte Bombe war auf einem Fahrrad deponiert, das vor einem Friseursalon in der Kölner Keupstraße abgestellt war. 22 Menschen wurden bei dem Anschlag im Juni 2004 verletzt, viele von ihnen leiden bis heute unter den Folgen. Der Anschlag wird - neben zehn Morden - dem NSU angelastet.