Koalitionsstreit um Mindestlohn-Ausnahmen für Flüchtlinge

Forderungen aus der CDU, Flüchtlingen weniger als den Mindestlohn von 8,50 Euro zu zahlen, haben in der Koalition erhebliche Verstimmung ausgelöst. SPD-Chef Sigmar Gabriel warnte die Union, damit die Gesellschaft zu spalten. Damit würden Flüchtlinge zu «Lohndrückern gegen die Deutschen» gemacht. CDU-Politiker forderten dagegen in der Flüchtlingskrise mehr Flexibilität beim Mindestlohn. Vorbild dafür ist eine bestehende Ausnahme für Langzeitarbeitslose: Wer länger als ein Jahr arbeitslos war, darf bis zu sechs Monate lang für einen Stundenlohn von weniger als 8,50 Euro beschäftigt werden.