Kobane: Beobachter können Giftgasangriff durch IS nicht bestätigen

Im Kampf um die syrische Stadt Kobane zweifeln Menschenrechtler bisher am Einsatz von Giftgas durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

«Ich werde keine solche Behauptung aufstellen, bevor es keine Bestätigung von Befehlshabern der YPG gibt», sagte Rami Abdel Rahman, Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte der dpa. Vonseiten der YPG, der kurdischen Volksschutzeinheiten, die die umkämpfte Enklave verteidigen, gab es zunächst keine Stellungnahme.

Augenzeugen aus Kobane hatten in der Nacht berichtet, zahlreiche Einwohner würden an Atemnot leiden und Symptome eines Giftgasanschlages zeigen. Ärzte vor Ort konnten einen möglichen Einsatz solcher Waffen durch den IS bisher nicht verifizieren.

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle hatten IS-Kämpfer in der Nacht den kurdischen Verteidigern erneut schwer zugesetzt. Es habe mehrere heftige Explosionen gegeben. Bei Kämpfen im Osten der Stadt seien mindestens 30 Dschihadisten und elf YPG-Kämpfer getötet worden. Die IS-Kämpfer würden wie in den Tagen zuvor weitere Verstärkung aus dem Umland zusammenziehen.