Tausende Erzieher gehen bundesweit auf die Straße

Trotz laufender Schlichtung machen die Gewerkschaften weiter Druck im Kita-Tarifkonflikt. Bei einem bundesweiten Aktionstag gingen mehrere tausend Erzieher, Sozialpädagogen und Beschäftigte aus ähnlichen Berufsgruppen auf die Straße, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Tausende Erzieher gehen bundesweit auf die Straße
Arno Burgi Tausende Erzieher gehen bundesweit auf die Straße

In Köln beteiligten sich nach Angaben des DGB und der Polizei rund 15 000 Menschen an einer Demonstration unter dem Motto «Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran!». Bei einer Kundgebung auf dem Heumarkt sagte Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes in NRW: «Es kann und darf nicht sein, dass Frauen im Durchschnitt fast 20 Prozent weniger verdienen als Männer.»

In Hannover schlossen sich am Mittag rund 1000 Menschen einem Protestzug an, der durch die Innenstadt zum zentralen Kundgebungsort führte. Dort wollten unter anderem Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und DGB-Chef Reiner Hoffmann auftreten. Die Gewerkschaften hatten auch in Nürnberg und Dresden zu Protesten aufgerufen.

Für die bundesweit 240 000 Beschäftigten fordern die Gewerkschaften im Schnitt 10 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Nach fast vierwöchigem Streik in kommunalen Kitas suchen nun Schlichter nach einer Lösung.