Königliche Strafstöße bei Obdachlosen-Fußball-WM

Mit zwei Strafstößen hat der niederländische König Willem-Alexander die Fußball-Weltmeisterschaft der Obdachlosen in Amsterdam eröffnet. 63 Mannschaften aus 48 Ländern spielen seit Samstag in einem extra gebauten Freiluft-Stadion vor dem Amsterdamer Reichsmuseum um den Titel.

Königliche Strafstöße bei Obdachlosen-Fußball-WM
Koen Van Weel Königliche Strafstöße bei Obdachlosen-Fußball-WM

Mit dem jährlich ausgetragenen «Homeless World Cup» wollen die Organisatoren auf das soziale Elend von Menschen ohne eigenes Zuhause aufmerksam machen.

Die Spieler haben oft vielfältige soziale und psychische Probleme. Die meisten von ihnen lebten längere Zeit auf der Straße. Durch Straßenfußball hätten sie wieder soziale Kontakte und ein Selbstwertgefühl, betonten die Veranstalter. «Man kann mit Fußball ein Leben verändern», sagte der Präsident des Homeless World Cup, Mel Young, der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam.

Der König, ein großer Fußball-Fan, musste gegen den niederländischen Keeper antreten. Den ersten Strafstoß verschoss der 48 Jahre alte Monarch, doch den zweiten verwandelte Willem-Alexander sicher. Die Niederlande gewannen anschließend das Eröffnungsspiel gegen Nordirland mit 7:2.

Die deutsche Mannschaft musste am Eröffnungstag gegen die haushohen Favoriten aus Mexiko antreten und verlor 0:8. Die WM endet am kommenden Samstag (19. September).