Kollegah-Prozess: Staatsanwältin will Gefängnisstrafe

Im Prozess gegen den Rapper Kollegah wegen gefährlicher Körperverletzung hat die Staatsanwältin eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren gefordert - und das ohne Bewährung. Der 30-Jährige müsste demnach ins Gefängnis. Die Verteidigung plädierte am Mittwoch vor dem Amtsgericht Laufen (Bayern) auf Freispruch.

Nach Überzeugung der Anklagebehörde hatte der Künstler Ende Juni 2013 einen Discobesucher nach einem Auftritt in Freilassing niedergeschlagen und auch noch dessen zu Hilfe eilenden Bekannten mit Schlägen verletzt. Der 30-Jährige hatte sich hingegen als das Opfer der Attacke dargestellt und im Prozess von Notwehr gesprochen. Das Urteil sollte noch am Mittwoch verkündet werden.

Der Stil des 30-Jährigen ist stark an den Gangsta-Rap angelehnt. Das jüngste Album «King» von Kollegah landete an der Spitze der deutschen Charts.